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Smart Meter Gateway Administration

Thorsten Causemann wieder mit an Bord!

Koblenz, 11.11.2021 – 2017 hatte Thorsten Causemann sich entschlossen die GOERLITZ AG verlassen, um eine neue Herausforderung in der Energiebranche anzunehmen. Jetzt ist er zur VIVAVIS AG zurückgekehrt. Darüber freuen wir uns sehr! Natürlich wollten wir wissen, wie es ihm in der Zwischenzeit ergangen ist und welche Pläne er für die Zukunft hat. Also haben wir unseren Kollegen in ein Gespräch verwickelt.

Hallo Herr Causemann, herzlich willkommen zurück bei der VIVAVIS AG! Schön, dass Sie wieder da sind. Jetzt möchten wir natürlich gerne wissen: welches sind die Beweggründe für Ihre Rückkehr?

Vielen Dank! Ja, ich freue mich auch wieder hier zu sein. Mit meiner Rückkehr zur VIVAVIS bin ich sozusagen zu meinen „energiewirtschaftlichen Wurzeln“ zurückgekehrt. Die Beweggründe sind dabei durchaus vielfältig. Zusammengefasst lässt sich das am besten so beschreiben: In den vergangenen Jahren war ich bei einem börsennotierten Stadtwerkekonzern für den Umgang mit intelligenten Messsystemen sowie die Gateway-Administration verantwortlich. Ich habe daran mitgewirkt den Rollout vorzubereiten und gesehen, wie er erfolgreich angelaufen ist. Das hat mich in meinem Tun bestätigt. Jetzt möchte ich dabei helfen, unser Geschäftsfeld Metering mit alle seinen Facetten nachhaltig zu stärken und das Unternehmen zu einem von künftig vielleicht einer Handvoll erfolgreichen Anbietern für die Gateway-Administration zu entwickeln.

Das heißt, dank Ihrer vorherigen Position blicken Sie nun auch Erfahrungen in einem Unternehmen aus dem Umfeld der Energieversorgung zurück. Welche Erkenntnisse haben Sie daraus gewonnen bzw. wo sehen Sie Gemeinsamkeiten zu Ihrer jetzigen Tätigkeit bei der VIVAVIS AG?

Eine ganz wesentliche Erkenntnis ist nicht neu, hat sich aber einmal mehr als entscheidender Faktor für den Erfolg bestätigt: Miteinander funktioniert es am besten.

So, wie ich in meiner Verantwortung für das Geschäftsfeld Metering auf das Miteinander der verschiedenen funktionalen Geschäftsbereiche wie z. B. Vertrieb, Entwicklung oder Produktmanagement schaue, so kann auch der Rollout intelligenter Messsysteme bei einem Messstellenbetreiber oder Stadtwerk nur dann erfolgreich gelingen, wenn Prozesse über alle Unternehmenseinheiten hinweg digitalisiert sind und effizient ineinander übergehen.

Können Sie das vielleicht an einem Beispiel konkretisieren?

Ja, nach meiner Erfahrung liegt die große Herausforderung des Rollouts in zwei wesentlichen Faktoren: er muss, bildlich gesprochen, geräuschlos große Mengen abarbeiten und er muss sowohl die heutige als auch die künftige Infrastruktur berücksichtigen. „Geräuschlos“ bedeutet, dass die Rollout-Prozesse tief in die Systeme integriert und im Tagesgeschäft nicht spürbar sind. Die große Menge beschreibt die notwendige Skalierbarkeit der Prozesse. Denn nach dem Rollout der Mindestmenge von 10% aller Einbauten ist ja erst ein Bruchteil der Aufgabe erledigt – es warten dann noch die restlichen 90%. Bis dahin müssen die Massenprozesse etabliert sein und funktionieren.

Der zweite Punkt betrifft die Integration der Geräte in die vorhandenen Systeme. Denn die Smart Meter Gateways sind die zentralen Elemente der künftigen Infrastruktur im Energiesektor. Über Vernetzung und Plattformen werden neue Anwendungen und Aufgaben implementiert, abgewickelt und umgesetzt. Sei es das Steuern von Ladesäulen oder das Regeln von Einspeiseanlagen. Doch die Entwicklung dorthin kann nur schrittweise erfolgen und so muss auch ein optimales Zusammenspiel mit den aktuellen Gegebenheiten berücksichtigt werden.

Und damit möchte ich den Bogen zum eingangs erwähnten Miteinander spannen. Energiewende, Rollout, Digitalisierung, Elektromobilität und Speicher, um nur einige der aktuellen Schlagwörter zu nennen, sie alle erfordern das Denken in Prozessen und Lösungen. Und ob Anwender oder Hersteller – die Energieversorgung von morgen können wir nur gemeinsam erfolgreich sicherstellen. Da sitzen wir alle in einem Boot.

Es gilt also einiges zu bedenken. Was beispielsweise sind denn über den reinen Rollout hinausgehende Aufgaben oder Anwendungen, die wir in künftigen Energiesystemen betrachten müssen?

Der Rollout wird heute meist punktuell umgesetzt und verläuft aus Sicht der Messstellen von oben nach unten. Denn aufgrund der lukrativeren Preisobergrenzen beginnt er zumeist bei den Messstellen mit den größeren Verbrauchsgruppen.

Beziehen wir jetzt Themen wie Elektromobilität, Digitalisierung, Wärmeversorgung und Wohnungsbau in die Betrachtung mit ein, wachsen hier Welten zusammen. Es entwickeln sich umfassende Quartierslösungen. In diesem Zusammenhang hat uns die Gesetzgebung mit dem EEG 2021 bereits einige Parameter vorgegeben, wie zum Beispiel das Denken in größeren Einheiten, auch über Straßen hinweg und in ganzen Arealen.

Für uns als VIVAVIS ist es dabei wichtig, zentrale Elemente bereitzustellen, die sich um die Verarbeitung, die Steuerung und das Management von Sensoren und Aktoren kümmern. Dabei vermischen sich viele zuvor einzeln betrachtete Technologien und Anwendungen wie z. B. LoRa®-Technologie mit der klassischen Netzführung und der Steuerung über den CLS-Kanal eines SMGW. Darüber hinaus werden neue, komfort- und kundenorientierte Anwendungen über Sensoren entwickelt. Auf diese Weise entsteht nach und nach eine ganze Reihe von Anwendungsfällen im Internet of Things, aus denen am Ende in eine Smart City erwächst.

Das klingt spannend, aber auch nach einer Vielzahl an Aufgaben, die in den nächsten Jahren anfallen.

Beides ist richtig. Und genau hier kommt wieder die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Beteiligten ins Spiel. Diese Transformation kann nur in enger Abstimmung untereinander gelingen. Für mich sind das optimale Bedingungen, denn ich fühle mich in einem von Veränderungen und Herausforderungen geprägten Umfeld sehr wohl. Wir als VIVAVIS stehen bereit, um mit intelligenter und zukunftsweisender Technologie ein Partner für die Welt von morgen zu sein.