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Notmeldesystem

Notmeldesysteme – Relikt oder Zeitgeist?

Ettlingen, 30.09.2021 – Ein Notmeldesystem – auch Ersatzsystem, Reserve-Informationssystem oder „zweiter Meldeweg“ genannt – ist ein Netzleitsystem, das parallel, möglichst entkoppelt und rückwirkungsfrei zu dem Hauptleitsystem arbeitet.

Bei Transportnetz-Gesellschaften, Verteilnetzbetreibern erster Ordnung, aber auch bei großen Stadtwerken waren Notmeldesysteme früher „Pflicht“ und integraler Bestandteil einer sowohl räumlich als auch systemtechnisch redundant aufgebauten Netzführung.

Nach einer Periode stiefmütterlicher Behandlung erleben Notmeldesysteme im Zeitalter sicherheitskritischer Infrastrukturen, IT-Sicherheit/ISMS und einer zunehmenden Bedeutung von zuverlässig und vor allem unterbrechungsfrei arbeitenden Netzleitstellen im Rahmen der Energiewende (Stichworte dezentrale Energie-Einspeisungen, Elektromobilität, Redispatch 2.0) zur Zeit eine Renaissance. Auch kleinere Stadtwerke und Verteilnetzbetreiber zweiter und dritter Ordnung ziehen die Notwendigkeit von Notleitsystemen in Erwägung und leiten entsprechende Beschaffungen ein.

Notmeldesysteme sind Bestandteil der sicherheitskritischen Infrastruktur eines Netzbetreibers. Damit sind die IT-sicherheitstechnischen Anforderungen an das Notsystem ähnlich hoch wie die Anforderungen an das Hauptleitsystem. Code-Ungleichheit zum Hauptleitsystem ist dabei ein MUSS, um das Risiko der Handlungsunfähigkeit bei Virenbefall oder Hackerangriffen zu minimieren.

Darüber hinaus stehen Anforderungen wie ein minimaler Pflegeaufwand, eine schlanke und rückwirkungsfreie Schnittstelle zum Hauptleitsystem und ein unterbrechungsfreier betrieblicher Übergang von Hauptleit- auf Notmeldesystem für den Ernstfall im Vordergrund.

SCADA-Funktionalität und redundante Ausführung sind Pflicht, höherwertige Netzführungsfunktionen eher die Ausnahme, unter anderem auch, weil der damit in Verbindung stehende Pflegeaufwand den Nutzen nicht rechtfertigt.

Schlanke, automatisierte Visualisierungen über Attributlisten und Alarmtableaus, eine rudimentäre Geo-Referenzierung sowie die Weiterleitung von Notmelde-Informationen auf Apps, die auf den mobilen Devices des Betriebspersonals in der Fläche installiert sind, sind hingegen ein notwendiger Standard.

VIVAVIS bietet mit seinem umfassend skalierbaren Netzleitsystem HIGH-LEIT allen Netzbetreibern, die Hauptleitsysteme von Marktbegleitern im Einsatz haben, eine wirtschaftlich-schlanke, technisch ausgereifte und in jeder Hinsicht sichere Lösung für die Neu-Einführung oder die Erneuerung eines Notmeldesystems.

Für VIVAVIS-Kunden, die ein HIGH-LEIT als Hauptleitsystem betreiben, haben wir ein code-ungleiches, rudimentäres und sehr schlankes Notmeldesystem auf Basis EP2000 im Portfolio.

Sie haben weitergehende Fragen zu technischen Ausprägungen, diesbezüglichen VIVAVIS-Lösungsansätzen oder auch ausgeführten Referenzprojekten? Dann sprechen Sie uns gerne an.